• Gefluteter Tagebau im Niederlausitzer Landrücken, Foto: Tourismusverband Niederlausitz e.V./Claudia Donat

    Ein Ausflug durch den Niederlausitzer Landrücken

    Der Niederlausitzer Landrücken, im Süden Brandenburgs gelegen, heißt Sie willkommen! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Rangertour durch die Landschaften des Naturparks?

    Der Niederlausitzer Landrücken, im Süden Brandenburgs gelegen, heißt Sie willkommen! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Rangertour durch die Landschaften des Naturparks?
    Ort: Luckau

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Niederlausitzer Landrücken - Ihr Ausflugsplaner
Was macht diese Ausflugsregion besonders?

Nur einen Katzensprung vom Biosphärenreservat Spreewald mit seinen labyrinthischen Fließen und Kanälen entfernt liegt der Niederlausitzer Landrücken. Hier, im Süden Brandenburgs, wird der spannende Wandel der ehemaligen Tagebauregion zur vielfältigen, artenreichen Naturlandschaft erlebbar. Aus der Kohle, die hier bis Anfang der neunziger Jahre abgebaut wurde, entstand buchstäblich neues Leben. Mühlen, Schlösser und nicht zuletzt Luckau, die "Perle der Niederlausitz" locken auch Kulturliebhaber in die Region. 

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Was gibt es hier zu sehen?

Aus den Wüsten und "Mondlandschaften", die der Tagebau hier einst hinterließ, entstehen neue Wälder und eine mehr als 20 Quadratkilometer große Seen- und Sumpflandschaft. Bestimmte Tier- und Pflanzenarten wie die Uferschwalbe oder der Wiedehopf sind gerade auf die Bedingungen der Tagebau-Folgelandschaft angewiesen, um sich hier ansiedeln zu können. Im Frühjahr ist der Nachwuchs der größten Möwenkolonie Brandenburgs zu beobachten.

Fast die Hälfte des Naturparks ist von Wald- oder Forstflächen bedeckt. Auf dem Landrücken gibt es naturnahe Kiefern-Traubeneichenwälder, in denen noch Raufuß- und Sperlingskauz anzutreffen sind.

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Calauer Schweiz Calauer Schweiz, Foto: Claudia Donat

Wo die Kraniche rasten

Das Luckauer Becken ist ein deutschlandweit bedeutender Sammel- und Rastplatz der Kraniche, im Herbst werden bis zu 4.900 der Großvögel gleichzeitig gezählt. Sie sind zumeist Übernachtungsgäste im Borcheltsbusch. Am Rande dieses Moorgebietes steht ein Beobachtungsturm, von dem Sie den Einflug der Kraniche zu ihren Schlafplätzen in der Dämmerung erleben können. Neben den Kranichen bevölkern etwa 70.000 nordische Gänse die neuen großen Seen. Auch andere Zugvögel versammeln sich hier in großer Zahl, so wurden schon rund 50.000 Stare und 2.000 Kiebitze gezählt.

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Kraniche in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen Kraniche in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen, Foto: Ralf Donat

Naturerlebnis Wanninchen

Die Heinz Sielmann Stiftung kaufte 3.000 Hektar dieser Flächen, um wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere zu bewahren. Im Mittelpunkt steht das Natur-Erlebniszentrum Wanninchen. Gleich hinter dem Haus am Schlabendorfer See zeigt sich der faszinierende Wandel der ehemaligen Bergbaulandschaft zu einem Naturparadies besonders deutlich. 

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Aussichtsturm in Wanninchen Aussichtsturm in Wanninchen, Foto: Katina Schröter

Mit dem Rad oder zu Fuß durch den Naturpark

Naturfreunde sind aber auch eingeladen, das einzigartige Gebiet auf Radrundwegen und an Aussichtspunkten zu entdecken. Die 200 Kilometer lange Kranichradtour führt am bedeutendsten Kranichrastplatz im Süden Brandenburgs vorbei, von den Höhenlagen des Niederlausitzer Landrückens bis in die Niederungen des Spreewaldes.

In der Rochauer Heide, einer großen Hochfläche am westlichen Rand des Naturparks, befindet sich ein ausgedehntes Waldgebiet von 238 Quadratkilometern, in dem das Auerhuhn wieder angesiedelt wird, das die sächsischen Könige hier einst jagten. Das Waldgebiet ist beliebt bei Pilz- und Beerensuchern. Tipp: Halten Sie sich bei einer Wanderung möglichst immer auf den großen Wegen, um sich möglichst nicht zu verlaufen. 

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Radfahrer in Wanninchen Radfahrer in Wanninchen, Foto: Katina Schröter

Luckau, die „Perle der Niederlausitz“

Luckau lockt mit einem historischen Stadtkern, Blumenpracht und Gartenkunst. Die fast vollständig erhaltene Stadtmauer, Barockhäuser und der wasserführende Stadtgraben schaffen eine besondere Atmosphäre, auch die spätromanische Georgenkapelle mit dem Hausmannsturm und die St. Nikolaikirche aus dem späten 13. Jahrhundert sind besondere Blickfänge. Naturliebhaber sollten unbedingt auch einen Besuch im Heimatmuseum einplanen.

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Marktplatz in Luckau Marktplatz in Luckau, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wenn Sie noch mehr Zeit haben…

Lohnende Ziele sind auch die zahlreichen Feldsteinkirchen in den kleinen Dörfern und die Schlösser und Herrenhäuser mit ihren reizvollen Parkanlagen. Besuchen Sie die Dammühle in Wildau-Wentdorf. Das Mühlrad treibt heute kein Mahlwerk mehr an, sondern erzeugt Strom. In den Mauerlöchern haben Gebirgsstelzen ihre Nester gebaut.

Fürstlich Drehna überrascht mit einem Wasserschloss und einer 12 ha großen Parkanlage. Aufgrund zahlreicher Umbauten im Laufe der letzten Jahrhunderte weist das Schloss Elemente verschiedener Bauepochen und Baustile auf.

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Schloss Fürstlich Drehna Schloss Fürstlich Drehna

Calau und die Kalauer

Nicht nur, um ins Schmunzeln zu geraten, lohnt sich ein Abstecher nach Calau, zur Wiege des "Kalauers". Schuster erfanden hier im 19. Jahrhundert den doppeldeutigen Wortwitz, der Witzerundweg erzählt einige davon. Sehenswert ist der liebevoll restaurierte Altstadtkern.

Umgeben wird der Ort von der idyllischen Calauer Schweiz. Erklimmen Sie den 161 m hohen Kesselberg, entdecken Sie den Goldborn bei Werchow, die wasserreichste Quelle der Niederlausitz, oder wandeln Sie auf dem neuen Sagenpfad mit seinen zwölf Findlingen. Tiefe Schluchten, Moore, Teiche und Wälder machen die Calauer Schweiz zum puren Naturerlebnis.

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Witzerundweg Calau Witzerundweg Calau, Foto: Stadt Calau

Wie komme ich dort hin?

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