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  • Oderbruch, Foto: Tibor Rostek Oderbruch, Foto: Tibor Rostek

    Ein Ausflug in das Oderbruch

    Das Oderbruch, östlich von Berlin gelegen, heißt Sie willkommen! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kanutour auf der Alten Oder oder einer Radpartie auf dem Oderbruchbahn-Radweg.

    Das Oderbruch, östlich von Berlin gelegen, heißt Sie willkommen! Wie wäre es zum Beispiel mit einer Kanutour auf der Alten Oder oder einer Radpartie auf dem Oderbruchbahn-Radweg.
    Ort: Bad Freienwalde (Oder)

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Oderbruch - Ihr Ausflugsplaner Was macht diese Ausflugsregion besonders?

Auf der Landkarte wirkt das Oderbruch am östlichen Rand Brandenburgs eher unscheinbar. Das Faszinierende an dieser Region ist jedoch gerade die Weite der Landschaft, die sich auf das Wesentliche reduziert mit stillen Wiesen, wunderschönen Alleen und der steten Nähe zum Oder-Fluss. Das frühere Sumpfgebiet ließ einst der Alte Fritz trocken legen und in einen Gemüsegarten verwandeln. In die malerischen Kolonistendörfer zieht es heute besonders Künstler, die hier viel Freiraum finden.

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Was gibt es hier zu sehen?

Als Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Trockenlegung Ackerland entstand, ließ Friedrich der II. 1500 Einwandererfamilien ansiedeln. Jede Familie erhielt einen Acker, jedes der 43 Kolonistendörfer eine Schule und eine Kirche. Die neuen Siedler kamen aus ganz Europa, besonders aus der französischsprachigen Schweiz. Ortsnamen wie Beauregard oder Vevais künden noch heute davon. 

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Oderbruch Oderbruch, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Kanuparadies Alte Oder

Obwohl mit der Trockenlegung des Oderbruchs die Oder teilweise in ein neues Flussbett verlegt wurde, existiert die Alte Oder nach wie vor. Sie ist ein schmales Fließ und für Kanuwanderer noch ein Geheimtipp. Die weit gezogenen Kurven machen eine Paddeltour besonders abwechslungsreich. Frösche quaken, ein Eisvogel ruft, in der Ferne beugt sich eine Pappel von Ufer zu Ufer. Die Alte Oder scheint aus der Zeit gefallen zu sein. Hier ist es zu spüren, dieses beruhigende Gefühl vom Leben als ruhigem Fluss.

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Kanutour im Oderbruch Kanutour im Oderbruch, Foto: looping-magazin/Britta Smyrak

Mit dem Rad durch das Oderbruch

Unter dem weiten Horizont werden auch Radtouren zu einem unvergesslichen Naturerlebnis. Die ca. 100 Kilometer lange Königstour im Oderland führt auf den Spuren des Alten Fritz durch die stille Landschaft. An den Preußenkönig, der hier nach eigenem Bekunden "im Frieden eine neue Provinz erobert" hatte, erinnern Denkmäler in Neutrebbin und Letschin.

Noch bis vor 50 Jahren schnaufte auch eine Rübenbahn durchs Oderbruch. Heute verläuft, stellenweise auf der alten Bahntrasse, der Oderbruchbahnradweg auf über 130 Kilometer durch die stille Region. Auf Informationstafeln entlang der Strecke erfahren Sie Wissenswertes über die Geschichte dieser Bahn. Im Hafen von Groß Neuendorf befinden sich noch alte Güterwaggons, die von Berliner Architekten zu Ferienapartments mit Oderweitblick umgebaut wurden. Das gesamte Ensemble mit dem alten Verladeturm, in dem sich ebenfalls Ferienwohnungen und ein Café befinden, steht heute unter Denkmalschutz.

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Radler auf dem Oder-Neiße-Radweg Radler auf dem Oder-Neiße-Radweg, Foto: TMB-Fotoarchiv/Carsten Rasmus

Kleinode am Wegesrand

Das älteste Kolonistendorf findet man in Neulietzegöricke. Dorfidylle strahlt einem hier aus jedem Winkel in Form von wunderschön restaurierten Fachwerkhäusern entgegen. In Wriezen, der "Hauptstadt des Oderbruchs", sind die Skulpturen des Marktbrunnens sehenswert, der an der Ruine der St. Marienkirche liegt. Die spätgotische Backsteinhallenkirche wurde wie große Teile der Stadt im Zweiten Weltkrieg zerstört und bis heute teilweise restauriert.

In Letschin schlägt das "Herz des Oderbruchs". Neben dem Friedrich-Denkmal ist hier der erhalten gebliebene Schinkelturm der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche und das Heimatmuseum sehenswert. Bahn- und Technikfans zieht es in das Eisenbahn-Museum in der Bahnhofstraße. Der Eisenbahnverein Letschin e.V. präsentiert eine Dauerausstellung mit original Eisenbahnwaggons, Signaltechnik, Modellbahnen sowie historischen Landmaschinen.

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Eisenbahnmuseum Letschin Eisenbahnmuseum Letschin, Foto: TMB-Fotoarchiv/Matthias Fricke

Architektur und Kunst

Für die Fans der Architektur Schinkels hat das Oderbruch neben dem Schinkelturm von Letschin weitere "Leckerbissen" zu bieten: der große Baumeister Preußens realisierte hier einige Frühwerke wie das Schul- und Bethaus in Altglangsow, das Molkenhaus in Bärwinkel und nicht zuletzt das Ensemble von Kirche und Schloss in Neuhardenberg, heute ein allseits beliebter Ort für Lesungen, Konzerte, Theater und Events.

Gern lassen sich Maler und Keramiker in ihren Ateliers bei Veranstaltungen wie "Kunst-Loose" Tage über die Schulter blicken. Auch das überregional bekannte "Theater am Rand" von Schauspieler Thomas Rühmann in Zollbrücke ist unbedingt einen Abstecher wert. Und auch die kleinsten Galerien der Welt finden sich Oderbruch - in ehemaligen Trafohäuschen. 

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Galerie Trafo.3 in Reitwind Galerie Trafo.3 in Reitwind, Foto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wenn Sie noch mehr Zeit haben…

Vom Oder-Neiße-Radweg können Sie den Blick in die Weite der Oderauen schweifen lassen und in nördliche Richtung zum Nationalpark Unteres Odertal aufbrechen. Stärken Sie sich am besten zuvor noch mit Kaffee und Kuchen in der Radlerkirche in Kienitz

Im nördlichen Teil lockt das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin zu ausgedehnten Wanderungen. Im Niederoderbruch ist das Schiffshebewerk in Niederfinow, ein technisches Baudenkmal der Extraklasse, unbedingt einen Besuch wert. Gönnen Sie sich etwas Wellness im Moorheilbad Bad Freienwalde, dem ältesten Kurort in Brandenburg.

Über die Kolonialisierung des Oderbruchs informiert ein Museum in Bad Freienwalde und eines im Schloss Altranft zwischen Wriezen und Bad Freienwalde.

In Golzow lohnt die Ausstellung zur filmischen Langzeitdokumentation im Filmmuseum "Kinder von Golzow". Erleben Sie ein Stück preußischer Geschichte im Nachbarort Gorgast. Das Fort Gorgast ist besterhaltene Außenfort der einstigen preußischen Festung Küstrin.

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Fort Gorgast Fort Gorgast, Foto: Verein Fort Gorgast

Wie komme ich dort hin?

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