Tour mit dem Hausboot, Foto: TMB-Fotoarchiv / TV Ruppiner Seenland e.V. / Studio Prokopy
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Tourismusverband Seenland Oder-Spree e. V.
Ulmenstraße 15
15526 Bad Saarow
033631-868100 / 101
033631-868102

Berlin-Oder-Umfahrt

Wer auch mal abseits der bekannten und viel befahrenen Binnenwasserstraßen Deutschlands etwas Neues kennenlernen will und idealerweise auch schon etwas Bootstourenerfahrung mitbringt, der wird auf der Berlin-Oder-Umfahrt voll auf seine Kosten kommen. Der Rundtourcharakter und die Mischung aus Großstadt Berlin mit einer in weiten Teilen ruhigen und naturbelassenen Flusslandschaft, dem polnischen Nachbarn auf der östlichen Oderseite, beeindruckenden Monumenten der Industriegeschichte wie dem Schiffshebewerk Niederfinow und dem Finowkanal, Deutschlands ältester noch schiffbarer Kanal und zahlreichen Anrainerorten, die zum Landgang einladen, machen die Berlin-Oder-Umfahrt zu einem einzigartigen Törnerlebnis.

Und nicht zu vergessen die Oder selbst, deren Befahrung zwar aufgrund schwankender Wasserstände und einer flotten Strömung mehr Aufmerksamkeit als bei regulierten Flüssen erfordert, dafür werden Bootsfahrer aber durch eine weite und stille Landschaft belohnt, wie man sie sonst deutschlandweit kein weiteres Mal vorfindet. Die Strömung auf der Oder ist auch der Grund dafür, dass in der Regel die Umfahrt gegen den Uhrzeigersinn also die Oder flussabwärts befahren werden sollte.

Und noch etwas zeichnet die Umfahrt aus, nämlich die zahlreichen Möglichkeiten, Abstecher in benachbarte Gewässersystem zu unternehmen (Dahmegewässer, Spree mit Schwielochsee, polnische Oder flussaufwärts nach Breslau, die Großpolnische Schleife über die Warthe bei Küstrin, die Nationalparkregion Unteres Odertal bis Stettin, die Obere-Havel-Wasserstraße, die Ruppiner Gewässer).

Länge: 371 km / 1 - 2 Wochen

Gewässerroute: Spree, Dahme, Oder-Spree-Kanal, Oder (auch genannt Stromoder), Oder-Havel-Kanal/Finowkanal, Havel

Berlin ist für viele ein idealer Startpunkt und zugleich auch einer der Höhepunkte der Tour. Die Spree führt mitten durch die Berliner Innenstadt vorbei am neuen Regierungsviertel und durch die historische Mitte der Stadt. Auf dem Oder-Spree-Kanal geht es dann ab der Berliner Stadtgrenze auf einer Strecke von 84 km durch schier endlos erscheinende Wälder in Richtung Oder. Die an der Strecke liegende Stadt Fürstenwalde und der prädikatisierte Erholungsort Müllrose sind reizvolle Landgangziele.

Bei km 95 lohnt sich ein Abstecher auf der Spree nach Beeskow und weiter bis zum Schwielochsee. In Eisenhüttenstadt erreicht man nach Passieren der beeindruckenden Zwillingsschachtschleuse aus dem Jahre 1929 die Oder. Bevor es auf der Oder weiter flussabwärts geht, bietet sich ein Besuch dieser in den 1950er Jahren als DDR-Modellstadt auf dem Reißbrett geplanten Stadt an. Unterwegs auf der Oder erwartet Sie eine weite und stille Landschaft mit nur wenigen beschaulichen Ortschaften an beiden Ufern der Oder und den attraktiven Landgangzielen Stadt Frankfurt (Oder) mit der polnischen Schwesterstadt Slubice und dem polnischen Küstrin.

Nach insgesamt 113 km Oderfahrt biegt die Tour bei Hohensaaten in westlicher Richtung auf die Oder-Havel-Wasserstraße ab. Zunächst muss die Ostschleuse Hohensaaten passiert werden. Nach etwa 13 km Fahrt durch das flache Oderbruch erreicht man den Barnim, ein eiszeitlich geprägter Höhenzug. Die 36 Meter Höhenunterschied überwindet man entweder über den Oder-Havel-Kanal mit Deutschlands größtem Schiffsfahrstuhl, dem Schiffshebewerk Niederfinow oder alternativ über den Finowkanal mit 12 Schleusen. Wer ausreichend Zeit mitbringt, sollte sich die 34 km lange Fahrt auf Deutschlands ältestem noch in Betrieb befindenden Kanal mit zahlreichen Landgangattraktionen in den Anrainerorten v.a. in der Stadt Eberswalde in Kombination mit längeren naturbelassenen Abschnitten nicht entgehen lassen.

Bei km 50 stößt der Finowkanal wieder auf den Oder-Havel-Kanal. Von dort sind es noch etwa 25 km bis zum sehenswerten Oranienburg. Bis nach Berlin ist es nun nicht mehr weit. Nach weiteren 25 km Fahrt auf dem Oder-Havel-Kanal erreicht man nach Passieren der Schleuse Spandau wieder die Spree und nach etwa 16 km die Berliner Innenstadt.

Was gilt es zu beachten?
  • Aufgrund einer durchschnittlichen Strömungsgeschwindigkeit von 3 bis 4 km/h auf der Oder wird empfohlen, die Tour gegen den Uhrzeigersinn zu befahren, d.h. die Oder flussabwärts. Eine Befahrung der Oder flussaufwärts ist für Boote mit einer ausreichenden Motorisierung zwar grundsätzlich auch möglich, erfordert aber mehr Zeit (ca. einen Tag) und führt zu einem deutlich erhöhten Kraftstoffverbrauch.
  • Die nautischen Bedingungen auf der Oder können bedingt durch Hochwasser im Frühjahr und niedrigen Wasserständen bei längeren Trockenperioden im Sommer sehr unterschiedlich ausfallen. Die Wasserstandsschwankungen und Strömungsverhältnisse machen die Oder zu einem anspruchsvollen Gewässer, für dessen Befahrung möglichst Bootstourenerfahrung zu empfehlen ist. Zu beachten ist die Fahrrinnenkennzeichnung am Ufer. Die gelben Kreuze mit den grünen Rauten und roten Quadraten markieren kontinuierlich die Fahrrinnenwechsel und werden regelmäßig überprüft und ggf. korrigiert. Außerdem gilt, sich möglichst von den alle 50 bis 100 Meter in den Flusslauf hineinreichenden Buhnen fernzuhalten und sich vor und während der Tour unbedingt über die aktuellen Bedingungen auf der Oder zu informieren. Die tagesgenauen Fahrrinnentiefen vermittelt das Elektronische Wasserstraßeninformationssystem der Wasser-Schifffahrtsverwaltung. Die Entwicklung der Pegelstände mit 2-Tagesvorhersage bietet das Landesumweltamt Brandenburg. Die Webseite des Wasseramtes Breslau stellt umfangreiche tagesaktuelle Daten und Fahrrinnentiefen für die Oder stromauf zur Verfügung.
  • Boote mit einem Tiefgang unter 1 Meter können die Oder im Regelfall auch bei niedrigeren Wasserständen zwischen Eisenhüttenstadt und Hohensaaten im Sommerhalbjahr durchgängig befahren. Für Boote mit mehr Tiefgang sind April und Mai sowie September und Oktober hinsichtlich des Wasserstandes die am besten geeigneten Reisezeiten.
  • Seit dem Beitritt Polens zum Schengener Abkommen 2007 sind keinerlei Grenzformalitäten mehr erforderlich. Mitzuführen ist aber eine Nationalflagge. Für die Befahrung ist ein Sportbootführerschein Binnen zwingend erforderlich.
  • Aufgrund der umfangreichen Baumaßnahmen bei laufendem Schifffahrtsbetrieb darf bis auf weiteres die innerstädtische Spree in Berlin zwischen Mühlendammschleuse und Lessingbrücke in der Zeit von 10.30 Uhr bis 19.00 Uhr nur von Sportbooten mit UKW-Binnenschifffahrtsfunk befahren werden. Sportboote ohne Funk müssen in diesem Zeitraum über Untere Havel und Teltowkanal ausweichen.

Teilgewässer und Entfernungen:
  • Spree-Oder-Wasserstraße vom Abzweig Havel bis Eisenhüttenstadt insgesamt 130 km, fünf Schleusen
  • Oder von Eisenhüttenstadt (km 553) bis Hohensaaten (km 667) insgesamt 114 km, keine Schleuse
  • Havel-Oder-Wasserstraße von Hohensaaten bis zur Unteren Havel Wasserstraße/Abzweig Spree 92 km, zwei Schleusen und ein Schiffshebewerk
  • Finowkanal 32 km (alternativ zum Streckenabschnitt Oder-Havel-Kanal km 50 bis 79)
Landgang:
Berlin, Fürstenwalde/Spree, Müllrose, Eisenhüttenstadt, Frankfurt (Oder)/Slubice, Lebus, Küstrin, Oderberg, Eberswalde, Finowfurt, Oranienburg

Hinweis:
Bei dieser Darstellung der Berlin-Oder-Umfahrt steht die touristische Information im Vordergrund. Diese kann eine sorgfältige Vorbereitung mit nautischem Kartenmaterial nicht ersetzen z.B. Sportbootschifffahrtskarten Binnen, Nautische Verlagsgesellschaft Band 1 Berlin und Märkische Gewässer, Band 2 Berlin und Mecklenburgische Gewässer, Band 3 nördlicher Oder zu jeweils 34,90 Euro.
Wer auch mal abseits der bekannten und viel befahrenen Binnenwasserstraßen Deutschlands etwas Neues kennenlernen will und idealerweise auch schon etwas Bootstourenerfahrung mitbringt, der wird auf der Berlin-Oder-Umfahrt voll auf seine Kosten kommen. Der Rundtourcharakter und die Mischung aus Großstadt Berlin mit einer in weiten Teilen ruhigen und naturbelassenen Flusslandschaft, dem polnischen Nachbarn auf der östlichen Oderseite, beeindruckenden Monumenten der Industriegeschichte wie dem Schiffshebewerk Niederfinow und dem Finowkanal, Deutschlands ältester noch schiffbarer Kanal und zahlreichen Anrainerorten, die zum Landgang einladen, machen die Berlin-Oder-Umfahrt zu einem einzigartigen Törnerlebnis.

Und nicht zu vergessen die Oder selbst, deren Befahrung zwar aufgrund schwankender Wasserstände und einer flotten Strömung mehr Aufmerksamkeit als bei regulierten Flüssen erfordert, dafür werden Bootsfahrer aber durch eine weite und stille Landschaft belohnt, wie man sie sonst deutschlandweit kein weiteres Mal vorfindet. Die Strömung auf der Oder ist auch der Grund dafür, dass in der Regel die Umfahrt gegen den Uhrzeigersinn also die Oder flussabwärts befahren werden sollte.

Und noch etwas zeichnet die Umfahrt aus, nämlich die zahlreichen Möglichkeiten, Abstecher in benachbarte Gewässersystem zu unternehmen (Dahmegewässer, Spree mit Schwielochsee, polnische Oder flussaufwärts nach Breslau, die Großpolnische Schleife über die Warthe bei Küstrin, die Nationalparkregion Unteres Odertal bis Stettin, die Obere-Havel-Wasserstraße, die Ruppiner Gewässer).

Länge: 371 km / 1 - 2 Wochen

Gewässerroute: Spree, Dahme, Oder-Spree-Kanal, Oder (auch genannt Stromoder), Oder-Havel-Kanal/Finowkanal, Havel

Berlin ist für viele ein idealer Startpunkt und zugleich auch einer der Höhepunkte der Tour. Die Spree führt mitten durch die Berliner Innenstadt vorbei am neuen Regierungsviertel und durch die historische Mitte der Stadt. Auf dem Oder-Spree-Kanal geht es dann ab der Berliner Stadtgre...
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Alle Informationen, Zeiten und Preise werden regelmäßig geprüft und aktualisiert. Trotzdem können wir für die Richtigkeit der Daten keine Gewähr übernehmen. Wir empfehlen Ihnen, vor Ihrem Besuch telefonisch / per E-Mail oder über die Internetseiten des Anbieters den aktuellen Stand zu erfragen.
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1 Kommentar(e)
15.04.2015 um 14:08 Uhr, Micha schrieb:

Eine wunderbare Tour, kann ich nur empfehlen! Mach ich 2015 noch einmal!

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