Bergmolchwanderweg - Rund um die Burg Rabenstein (11 km / 4 Std.)
Nicht zu lang, mit viel Abwechslung, lockt der Bergmolchwanderweg Wanderer jeden Alters in die Natur. Unterschiedlichste Flora und Fauna, Burgenromantik, eine Falknerei mit Flugschau von Adlern, Milanen, Falken und Eulen, Möglichkeiten zur Einkehr in Gaststätten mit auf mehrere Generationen zurückgehender Tradition und am Ende noch ein sehr schöner Abenteuer-Spielplatz - braucht es noch mehr Zutaten für eine Familienwanderung? Die Burg Raben gehört neben der Burg Eisenhardt in Bad Belzig und der Wiesenburg zum Burgendreieck des Hohen Fläming. Im Jahre 1251 erstmals erwähnt, gab es im Laufe der Jahre viele Besitzerwechsel und berühmte Gäste - 1631 nahm König Gustav II. von Schweden hier Quartier, 1712 logierte Zar Peter I. auf der Burg. Von 1956 bis 1998 gab es eine Jugendherberge, heute gibt es eine Herberge mit Gastronomie. Vom 30 m hohen Bergfried ergibt sich ein weiter Blick über die eiszeitlich geprägte Landschaft des Fläming.
Start/Ziel: Naturparkzentrum in Raben (Fläming)
Markierung: Blauer Bergmolch auf weißem Grund
An-/Abreise
PKW: A9, AS Klein Mahrzehns
Parken: In der Nähe des Naturparkzentrums
ÖPNV: RE 7 Berlin - Dessau bis Bad Belzig. An Feiertagen und Wochenenden Naturparkbus (Winterpause von Weihnachten bis Ostern) Bad Belzig Bhf - Naturparkzentrum
Wegbeschreibung / Sehens-, Wissenswertes
Vom Naturparkzentrum folgt man zunächst nach rechts den Markierungen des Hauptwanderweges E11. Vorbei am Gasthof "Hemmerling" führt der Weg aus Raben hinaus in Richtung Grubo. Ca. 100 m hinter dem Ortsausgang geht es rechts ins Planetal. 1967 wurde das Planetal zum Naturschutzgebiet erklärt. Es ist Lebensraum für eine Vielzahl seltener Pflanzen und Tiere, zu denen Fieberklee, Eisvogel, Wasseramsel, Bergmolch und mehrere geschützte Libellenarten gehören. Schutzzweck des 100 ha großen NSG ist der Erhalt eines unbelasteten Quellwassereinzuggebietes und der naturnahen Biotope, wie Quellmoore, Erlenbruchwälder, Seggenriede, Feuchtwiesen und Röhrichte. Vor dem Waldrand hält man sich rechts, wenige Meter später führt ein Weg mit dem Hinweis "Badeanstalt" zum gleichen Ziel, dem Rest eines Schwimmbeckens, in dem sich die Molche wohl fühlen. Rechts der Plane bleibend, folgt man einem Pfad an der Wiese entlang zur Straße. Hier wenige Schritte links, die Plane queren, dann rechts dem Logo des Wanderweges folgen. Der Weg schlängelt sich, immer der zuverlässigen Markierung folgend, am Rand des Naturschutzgebietes entlang und verläuft immer abwechselnd durch die feuchten Bachauen und das waldreiche Hinterland bis zur alten Straße zwischen Grubo und Rädike. Hier geht es rechts auf Schotterweg weiter, die Plane wird erneut überquert und man gelangt in den Ort Rädigke. Direkt im Zentrum, wo sich der eigentliche Dorfplatz befindet, gibt es ein Gehege mit Mufflons. Etwas rechts halten, dann führt der Rundweg links bergan in die Straße und am Campingplatz vorbei zum Waldrand. Auf der Höhe verlässt man das Sträßchen und folgt der Markierung des Bergmolchwanderweges nach rechts in den Rädigker Wald. Kleine Richtungsänderungen, auch ein paar kleine Höhenunterschiede sind zu überwinden, dann ist die Burg Rabenstein erreicht. Von weitem ist ein mit einigen Antennen bestückter Turm zu sehen, der zu einer Falknerei gehört. Die Burg liegt etwas versteckt im Wald. Der Wanderweg führt durch die Anlage hindurch und hinunter in den Ort zum Ausgangspunkt zurück. Unmittelbar gegenüber dem Naturparkzentrum gibt es einen sehr schönen Kinderspielplatz mir vielen interessanten Geräten.
Karten / Literatur: Tourismus- und Freizeitkarte Naturpark Hoher Fläming, 1:75.000, 2,00 Euro
Texte mit freundlicher Genehmigung von
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