Weinbergterrassen mit Schloss Sanssouci © TMB-Fotoarchiv/ Wieck
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Neustädtischer Markt 3
14776 Brandenburg an der Havel
03381-796360
03381-7963629

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Brandenburg an der Havel - Preußische Erinnerungsorte

Wiege der Mark

Die Stadt, die dem Bundesland seinen Namen gab, ist weit über 1.000 Jahre alt und besaß eine zentrale Bedeutung für die Ausbreitung des Christentums östlich der Elbe. Hier befand sich der erste Bischofssitz. Neben dem reich ausgestatteten Dom (Tipp: Dommuseum) und der benachbarten ehemaligen Burgkapelle zeugen noch fünf weitere mittelalterliche Kirchen von der einstigen Bedeutung der Stadt – besonders sehenswert ist das Innere der St. Gotthardtkirche.

Zentrum zwischen Elbe und Oder

Kurfürst Joachim I. bestätigte 1521 den Titel „Chur- und Hauptstadt“. Als Fernhandelsstadt, Marktplatz und Gerichtsort war Brandenburg lange das stolze Zentrum zwischen Elbe und Oder. Davon kündet bis heute die über fünf Meter hohe Rolandfigur vor dem Altstädter Rathaus.

Ritterakademie: Standeserziehung und Ausbildung des märkischen Adels

König Friedrich I. von Preußen ließ 1705 in den Gebäuden des Domstifts die Ritterakademie zur Standeserziehung und Ausbildung des märkischen Adels einrichten – eine höchst erfolgreiche Gründung, die bis 1937 existierte. Ehemalige Zöglinge engagieren sich bis heute für die Restaurierung der Domanlage, wie die Deckenmalereien im Kreuzgang zeigen.

Die Fouqués: Zwischen Militär und Romantik

Auf der Dominsel (Burghof 5) steht das Haus, in dem Heinrich August de la Motte Fouqué (1698–1774) als Domprobst lebte. Er war Vertrauter Friedrichs II. und focht als preußischer General in den Kriegen an seiner Seite. Der König übernahm auch die Taufpatenschaft für Fouqués Enkel, den späteren romantischen Dichter Friedrich Heinrich Karl Baron de la Motte-Fouqué.

"Frey" von bürgerlichen Steuern und Abgaben

Das letzte barocke Gebäude der historischen Altstadt Brandenburgs befindet sich in der Ritterstraße 96. Es wurde 1723 für Oberst Ewald von Massow, Kommandeur des preußischen Infanterieregiments Nr.1, errichtet. Als Baumaterial dienten Steine der Marienkirche auf dem Harlungerberg (heute Marienberg). Dieses Meisterwerk spätromanischer Backsteinarchitektur hatte Friedrich Wilhelm I. ein Jahr zuvor zum Abriss freigegeben.

König Friedrich II. erklärte 1751 das Massowsche Palais zum Frey-Haus: „frey“ von bürgerlichen Steuern und Abgaben. Heute befindet sich dort das Stadtmuseum. Es bewahrt das Schwert, mit dem das Urteil über Hans Hermann von Katte (1704–1730), Freund und Fluchthelfer des Kronprinzen Friedrich, vollstreckt wurde.

Kinderwagen, Fahrräder und Kraftfahrzeuge aus Brandenburg

Die Stadt war nach Berlin der wichtigste Industriestandort der Provinz Brandenburg. Vor allem die Metallverarbeitung dominierte. Mit den Brennabor-Werken wurde 1871 das bekannteste und bedeutendste Unternehmen gegründet. Es lieferte Kinderwagen, Fahrräder, Autos und Panzer. Das erste Stahl- und Walzwerk entstand 1914. Der Siemens-Martin-Ofen, der bis 1993 zur Stahlherstellung diente, ist heute der einzig erhaltene in Europa! Das Technische Denkmal ist Herz des Industriemuseums Brandenburg.

Weitere Informationen

Dommuseum
www.dom-brandenburg.de

Stadtmuseum Brandenburg - Museum im Frey-Haus
www.museen-brandenburg.de

Industriemuseum Brandenburg
www.industriemuseum-brandenburg.de

Archäologisches Landesmuseum im Paulikloster
www.landesmuseum-brandenburg.de
Wiege der Mark

Die Stadt, die dem Bundesland seinen Namen gab, ist weit über 1.000 Jahre alt und besaß eine zentrale Bedeutung für die Ausbreitung des Christentums östlich der Elbe. Hier befand sich der erste Bischofssitz. Neben dem reich ausgestatteten Dom (Tipp: Dommuseum) und der benachbarten ehemaligen Burgkapelle zeugen noch fünf weitere mittelalterliche Kirchen von der einstigen Bedeutung der Stadt – besonders sehenswert ist das Innere der St. Gotthardtkirche.

Zentrum zwischen Elbe und Oder

Kurfürst Joachim I. bestätigte 1521 den Titel „Chur- und Hauptstadt“. Als Fernhandelsstadt, Marktplatz und Gerichtsort war Brandenburg lange das stolze Zentrum zwischen Elbe und Oder. Davon kündet bis heute die über fünf Meter hohe Rolandfigur vor dem Altstädter Rathaus.

Ritterakademie: Standeserziehung und Ausbildung des märkischen Adels

König Friedrich I. von Preußen ließ 1705 in den Gebäuden des Domstifts die Ritterakademie zur Standeserziehung und Ausbildung des märkischen Adels einrichten – eine höchst erfolgreiche Gründung, die bis 1937 existierte. Ehemalige Zöglinge engagieren sich bis heute für die Restaurierung der Domanlage, wie die Deckenmalereien im Kreuzgang zeigen.

Die Fouqués: Zwischen Militär und Romantik

Auf der Dominsel (Burghof 5) steht das Haus, in dem Heinrich August de la Motte Fouqué (1698–1774) als Domprobst lebte. Er war Vertrauter Friedrichs II. und focht als preußischer General in den Kriegen an seiner Seite. Der König übernahm auch die Taufpatenschaft für Fouqués Enkel, den späteren romantischen Dichter Friedrich Heinrich Karl Baron de la Motte-Fouqué.

"Frey" von bürgerlichen Steuern und Abgaben

Das letzte barocke Gebäude der historischen Altstadt Brandenburgs befindet sich in der Ritterstraße 96. Es wurde 1723 für Oberst Ewald von Massow, Kommandeur des preußischen Infanterieregiments Nr.1, errichtet. Als Baumaterial dienten Steine der Marienkirche auf dem Harlungerberg (heute Marienberg). Dieses Meisterwerk spätromanischer Backsteinarchitektur hatt...
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