Wanninchen - vom Braunkohletagebau zum Naturparadies Der Braunkohletagebau hat große Teile Brandenburgs nachhaltig verändert. Tiefe Gruben prägten über Jahrzehnte die Niederlausitzer Landschaft rund um Wanninchen bei Luckau. Hier krempelten Bagger und Förderbrücken den Boden regelrecht um. Die Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt waren fatal: Wertvolle Brut-, Rast- und Nahrungsplätze wurden zerstört; Schwarzstorch, Kranich, Sonnentau und andere seltene Arten verschwanden aus dem Gebiet.
Comeback der Natur Schon kurz nach Beendigung des Bergbaus begann das Grundwasser wieder zu steigen und ließ aus den Tagebaurestlöchern große Seen und Feuchtgebiete entstehen. Im Jahr 2000 begann die Heinz Sielmann Stiftung mit dem Erwerb von mehr als 3.200 Hektar zerstörten Bodens ein einzigartiges Renaturierungsprojekt. Mittlerweile ist die Dynamik der Selbstheilungskräfte der Natur vielerorts sichtbar und wartet mit einzigartigen Naturschauspielen wie der alljährlichen Kranichrast auf. Schellenten, Graugänse und der seltene Wiedehopf fanden hier einen neuen Lebensraum. Wie sich die ehemalige Mondlandschaft in ein eindrucksvolles Naturparadies aus Dünen, Seen, Wäldern und Trockenwiesen verwandelt, davon können sich die Besucher von Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen von Aussichtsplattformen und Wanderwegen aus ein Bild machen. Vom Heinz Sielmann Naturparkzentrum lassen sich im Herbst tausende Kraniche beobachten, die zu ihren Schlafplätzen in den neu entstehenden Gewässern der Bergbaufolgelandschaft fliegen.
Naturparkzentrum Wanninchen – informieren, erleben, erholen Neben dem Erhalt von Refugien für seltene Tiere und Pflanzen ist die Heinz Sielmann Stiftung bestrebt, Naturschutz mit Umweltbildung und sanftem Tourismus zu verbinden und auf diese Weise einmalige Naturlandschaften für den Menschen zu erhalten. So bietet das Naturparkzentrum Wanninchen vielfältige Naturerlebnisse: Die „Fledermausdetektive“ und „Bodenforscher“ sind bei jungen Besuchern ebenso beliebt wie die herbstlichen Kranich- und Gänsezug-Expeditionen bei den Älteren. Natur-Camps, Ferienprogramme, Naturerlebnisveranstaltungen sowie ein Wochenendcafé und ein eigener Fahrradverleih runden das Angebot ab.
Öffnungszeiten des Naturparkzentrums: April bis Oktober: täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr November bis März: täglich 10 bis 15 Uhr
Öffnungszeiten des Cafés: samstags, sonntags und feiertags 14 bis 17 Uhr