Die Naturlandschaft stellt sich vor...
Der dem Biosphärenreservat Spreewald benachbarte Naturpark bietet ein Kontrasterlebnis zum idyllischen Fließlabyrinth des Spreewaldes. Bis 1991 wurde im Gebiet großflächig Braunkohle abgebaut. Jetzt vollzieht sich hier eine spannende Entwicklung: Wo einst Wüste war, entstehen neue Wälder und eine mehr als 20 Quadratkilometer große Seen- und Sumpflandschaft. Was tot schien, ist voller Leben. So sind im Frühjahr die Vogelkinder der größten Möwenkolonie Brandenburgs zu beobachten.
Auf einer Insel im Stoßdorfer See brüten pro Saison 3.000 bis 4.000 Lachmöwen-Paare. Auch Schwarzkopfmöwen mischen sich darunter. Im Sommer bilden Sandstrohblumen auf den Offenflächen ein gelbes Blütenmeer. Im Herbst schlafen Tausende Kraniche und Gänse an den neuen Gewässern.
Fast die Hälfte des Naturparks ist von Wald- oder Forstflächen bedeckt. Auf dem Landrücken gibt es naturnahe Kiefern-Traubeneichenwälder, in denen noch Raufuß- und Sperlingskauz anzutreffen sind.
Das Luckauer Becken ist ein deutschlandweit bedeutender Sammel- und Rastplatz der Kraniche, hier wurden im Herbst schon bis zu 4.900 der Großvögel gleichzeitig gezählt. Sie sind zumeist Übernachtungsgäste im Borcheltsbusch, einem großen Moor, an dessen Rand ein Beobachtungsturm steht, von dem aus der Einflug der Kraniche zu ihren Schlafplätzen in der Dämmerung erlebt werden kann. Oder sie bevölkern, ebenso wie etwa 70.000 nordischen Gänse, die neuen großen Seen der Bergbaufolgelandschaft. Auch andere Zugvögel versammeln sich hier in großer Zahl, so wurden schon rund 50.000 Stare und 2.000 Kiebitze gezählt.
Die Heinz Sielmann Stiftung kaufte 3.000 Hektar dieser Flächen, um wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere zu bewahren. Im Mittelpunkt steht das Naturschutzzentrum Wanninchen, wo gleich hinter dem Haus am Schlabendorfer See der Wandel der ehemaligen Bergbaulandschaft zu einem Naturparadies unmittelbar miterlebt werden kann. Naturfreunde sind aber auch eingeladen, das einzigartige Gebiet auf Radrundwegen und an Aussichtspunkten zu erleben.
In idyllischer Lage am Rand der Höllenberge bei Langengrassau steht der Höllberghof, ein nach historischem Vorbild erbauter Dreiseiten-Bauernhof mit Scheune und Kossätenhaus. Der Höllberghof ist ein Open-air-Museum mit Bauerngarten, Tiergehege und Ausstellungen zur Landnutzung. Im Kossätenhaus befindet sich die „Höllbergschänke“ mit regionaler Küche. Auf dem Höllberghof wird Brauchtum zelebriert, erlebbar und damit auch wieder bekannt gemacht. Bräuche wie Spinnte, Federnreißen, Eierwalen zu Ostern, das Aufstellen des Maibaumes oder das Erntedankfest werden hier im Jahresverlauf lebendig. Die Langengrassauer Tracht, die zur Region des Fläming überleitet, wird wieder hervorgeholt und zu feierlichen Anlässen getragen. Das mittelalterliche Weideschwein wird auf dem Höllberghof weitergezüchtet. Mit einer Herde von Skudden werden Magerrasen und Heiden der benachbarten Höllenberge gepflegt.
Wer es ruhig mag, radelt im idyllischen Dahmetal oder wandert auf dem bewaldeten Niederlausitzer Landrücken. Lohnende Ziele im Naturpark sind auch die zahlreichen Feldsteinkirchen in den kleinen Dörfern und die Schlösser und Herrenhäuser mit ihren reizvollen Parkanlagen.
Weitere Informationen unter:
www.naturpark-niederlausitzer-landruecken.brandenburg.de
Informationsstellen:
Heinz Sielmann Naturparkzentrum Wanninchen
Wanninchen 1
15926 Luckau OT Görlsdorf
Tel.: 03544-55 77 55
E-Mail: npz-wanninchen
@
web.de
Internet: www.wanninchen.de
Internet: www.natur-schau-spiel.com/de/besucherzentren/wanninchen.html
Freilichtmuseum Höllberghof Langengrassau
Heideweg 3
15926 Heideblick OT Langengrassau
Tel.: 035454-7405
E-Mail: hoellberghof
@
t-online.de
Internet: www.höllberghof.com





















