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Dom zu Brandenburg an der Havel - Dommuseum

Märkische Drahtzieher
wie Kleider und Leute Geschichte machten
 

Das Dommuseum Brandenburg stellt in seiner Sonderausstellung des Jahres 2016  seinen  weithin bekannten Textilschatz in den Mittelpunkt.
 
Die mittelalterlichen Gewänder spiegeln nicht nur höchste künstlerische Fertigkeit der Weber und Bildsticker, sondern sind auch Zeugnisse weitgespannter bis in den Fernen Osten reichender Handelsbeziehungen.
Entsprechend kostbar waren die Gewänder und daher nur für die wirklich Gutbetuchten erschwinglich. Es handelte sich um absolute Luxusprodukte, die man bewusst als Statussymbole und zur politischen Selbstinszenierung einsetzte.
 
So sind die die frühesten Gewänder aus dem Brandenburg Domschatz zu deuten. Es handelt sich um zwei Gewänder aus dem späten 14. Jh., die mit Karl IV. (römisch-deutscher Kaiser, König von Böhmen und Markgraf von Brandenburg aus der Dynastie der Luxemburger) in Verbindung zu bringen sind. Sie tragen als schmückende Besätze fernöstliche und persische Luxusstoffe des 13. Jh. Mit solch reichen Stiftungen, zu denen auch der berühmte böhmische Altar im Dom gehört, dokumentierte Karl seine Stellung gegenüber der Kirche, die er gezielt zur Festigung seiner Macht in Brandenburg einsetzte.
 
Die Ausstellung trägt bewusst einen doppeldeutigen Titel:
Sie berichtet von politischen Drahtziehern wie dem Kaiser, der von Prag aus seine Parteigänger in wichtige Ämter hievte oder hohe kirchliche Würdenträger „einspannte“. Sie erzählt aber auch vom Kurfürsten, der von Franken aus die märkische Politik bestimmte und dafür die Kirche benutzte.
 
Es geht aber auch um den wirklichen Drahtzieher, der goldene Fäden herstellte. Der findige Handwerker kam auf immer neue Ideen, um Gold zu sparen und gleichzeitig den schönen Schein zu wahren. Diese neuen Drähte hatten einen weiteren Vorteil gegenüber dem massiven Draht: Sie waren deutlich biegsamer und brachen nicht so schnell. Das bot viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten: In Spiralen, Rauten oder in Schlaufen gelegt, entwickelte er immer neue Effekte, ja nachdem wie das Licht fiel. Der fein bestickte Deckel eines Kästchens aus der Zeit um 1490 zeigt all diese Möglichkeiten.
 
Unter der Herrschaft der Hohenzollern treten zunehmend Stickereien fränkischer und vor allem brandenburgischer Provenienz auf. Nach und nach haben sich böhmische Stickereien in Brandenburg angesiedelt. Darunter hat man sich effizient arbeitende Betriebe vorzustellen, die immer schneller und günstiger produzierten: Mit sogenannten Lochpausen konnte man die Vorzeichnungen für Stickereien im Handumdrehen kopieren. Das Detail einer Stickerei aus der Zeit um 1430 zeigt Gottvater. Deutlich sind die Vorzeichnungen im Gesicht und die goldenen Fäden an der Krone zu erkennen.
 
All diese Zeugnisse Brandenburger Handwerkskunst und Geschichte zu erhalten, bedeutet viel zeitraubende Kleinarbeit: Die Kunst der Textilkonservierung lässt aus zerfetzten Teilen wieder ansehnliche Gewänder werden. Schauen Sie in die mikroskopische Welt der Goldfäden.
 
 
 
Märkische Drahtzieher
wie Kleider und Leute Geschichte machten
 

Das Dommuseum Brandenburg stellt in seiner Sonderausstellung des Jahres 2016  seinen  weithin bekannten Textilschatz in den Mittelpunkt.
 
Die mittelalterlichen Gewänder spiegeln nicht nur höchste künstlerische Fertigkeit der Weber und Bildsticker, sondern sind auch Zeugnisse weitgespannter bis in den Fernen Osten reichender Handelsbeziehungen.
Entsprechend kostbar waren die Gewänder und daher nur für die wirklich Gutbetuchten erschwinglich. Es handelte sich um absolute Luxusprodukte, die man bewusst als Statussymbole und zur politischen Selbstinszenierung einsetzte.
 
So sind die die frühesten Gewänder aus dem Brandenburg Domschatz zu deuten. Es handelt sich um zwei Gewänder aus dem späten 14. Jh., die mit Karl IV. (römisch-deutscher Kaiser, König von Böhmen und Markgraf von Brandenburg aus der Dynastie der Luxemburger) in Verbindung zu bringen sind. Sie tragen als schmückende Besätze fernöstliche und persische Luxusstoffe des 13. Jh. Mit solch reichen Stiftungen, zu denen auch der berühmte böhmische Altar im Dom gehört, dokumentierte Karl seine Stellung gegenüber der Kirche, die er gezielt zur Festigung seiner Macht in Brandenburg einsetzte.
 
Die Ausstellung trägt bewusst einen doppeldeutigen Titel:
Sie berichtet von politischen Drahtziehern wie dem Kaiser, der von Prag aus seine Parteigänger in wichtige Ämter hievte oder hohe kirchliche Würdenträger „einspannte“. Sie erzählt aber auch vom Kurfürsten, der von Franken aus die märkische Politik bestimmte und dafür die Kirche benutzte.
 
Es geht aber auch um den wirklichen Drahtzieher, der goldene Fäden herstellte. Der findige Handwerker kam auf immer neue Ideen, um Gold zu sparen und gleichzeitig den schönen Schein zu wahren. Diese neuen Drähte hatten einen weiteren Vorteil gegenüber dem massiven Draht: Sie waren deutlich biegsamer und brachen nicht so schnell. Das bot viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten: In Spiralen, Rauten oder in Schlaufen gelegt, e...

Preise

Erwachsene
Beschreibung Eintritt in den Dom und das Museum ist frei.
Erwachsene
Preis in EUR

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 17:00 Uhr
Dienstag 10:00 - 17:00 Uhr
Mittwoch 10:00 - 17:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 17:00 Uhr
Freitag 10:00 - 17:00 Uhr
Samstag 10:00 - 17:00 Uhr
Sonntag 11:30 - 17:00 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung von:
Alle Informationen, Zeiten und Preise werden regelmäßig geprüft und aktualisiert. Trotzdem können wir für die Richtigkeit der Daten keine Gewähr übernehmen. Wir empfehlen Ihnen, vor Ihrem Besuch telefonisch / per E-Mail oder über die Internetseiten des Anbieters den aktuellen Stand zu erfragen.
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