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Bergheider Straße 4
03238 Lichterfeld-Schacksdorf OT Lichterfeld
Zwischen Lauchhammer und Finsterwalde steht ein neuer "Leuchtturm" der Lausitz, der kaum übersehen werden kann. Mit 502 Meter Länge, 202 Meter Breite, 80 Meter Höhe und 11.000 Tonnen Gewicht befindet sich am Rande des Tagebaurestloches Klettwitz-Nord die stillgelegte Abraumförderbrücke F60, die größte ihrer Art der Welt. Nur gut ein Jahr in Betrieb, sollte sie nach der endgültigen Stilllegung des Tagebaus eigentlich verschrottet werden. Die F60 stellt einen vorläufigen Endpunkt in der technischen Entwicklung von Abraumförderbrücken dar, die in den 1920er Jahren begonnen hatte und mit den Jahrzehnten stets größere Anlagen ermöglichte.
Engagierte Bürger und Vereine der Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf setzten sich bereits früh für den Erhalt der F60 ein. Mit einer Studie zum Nutzungskonzept vom Oktober 1997 standen die Gemeinde und das Amt Kleine Elster vor der Entscheidung die weitere Verantwortung für das Bauwerk zu übernehmen. Die Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf / Amt Kleine Elster ist seit Dezember 1998 Eigentümer der F60 und des umgebenden Areals. Gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung IBA Fürst-Pückler-Land, die mit diversen Projekten die Dokumentation und Nachnutzung der Tagebaufolgelandschaften initiert, engagierten sich einige Bürger und Vereine für den Erhalt des F60.
Mit Erfolg, denn inzwischen hat sich die F60 als unverzichtbarer Kulturträger in der Region durchgesetzt und zieht immer mehr Besucher an.Als Kunstwerk mit einer Licht- und Klanginstallation von Hans Peter Kuhn wird der Standort in Wochenendnächten zu einem besonderen Erlebnis. Umfangreiche Begleit- und Großveranstaltungen finden durch die gewaltige Kulisse der F60 einen idealen Rahmen.